Versorgung von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben
Grünes Licht für Digital-Funkmast
 Vom geplanten Funkmast auf dem Knollen profitiert auch die Baude: Sie wird ans Stromnetz angeschlossen. Foto: red Von Florian Renneberg
HERZBERG. Auf dem großen Knollen soll im kommenden Jahr ein Funkmast errichtet werden, der Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste mit Digitalfunk versorgen soll. Angenehmer Nebeneffekt: Die Wanderbaude wird künftig an das Stromnetz angeschlossen sein.
Die notwendigen Genehmigungen für den Bau des 35 Meter hohen Funkmasts sind erteilt und die Planungen laufen, sagte Christian Janzen von der an die zentrale Polizeidirektion in Hannover angegliederten Projektgruppe Digitalfunk BOS Niedersachsen. Der Baubeginn ist für das erste Halbjahr des kommenden Jahres vorgesehen. Die Kosten teilen sich Bund und Land.
Ziel des Projekts ist es, eine bessere Funk-Versorgung der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zu gewährleisten. Bislang ist in der Gegend rund um den Knollen nur analoger Funkverkehr möglich. Der geplante Mast würde es den Rettungskräften ermöglichen, nicht nur untereinander, sondern auch parallel mit einer Leitstelle zu kommunizieren.
Um das Projekt zu realisieren hat die Projektgruppe intensive Gespräche mit der unteren Naturschutzbehörde und der Stadt Herzberg geführt, die als Pate des Gemeindefreien Gebiets fungiert. Diese sind mittlerweile abgeschlossen – mit positivem Ergebnis.
Da ein solcher Funkmast eine Stromversorgung benötigt, hat der Bau auch positive Konsequenzen für die Wanderbaude. Sie wird im Zuge der Bauarbeiten an das Stromnetz angeschlossen werden. „Wir würden von dem Funkmast profitieren“, sagte daher auch Pächter Michael Brust. Er selbst und seine Ehefrau Ruzica werden jedoch nicht mehr in den Genuss der Stromversorgung kommen. Am 30. Juni feiern die Wirtsleute nach 33 Jahren ihren Abschied vom Großen Knollen. Ihre Nachfolger werden sich jedoch über diese Annehmlichkeit freuen.
Zuständig für die Stromleitung ist die Harz-Energie. Dort sei zwar noch kein Antrag eingegangen, teilte ein Sprecher des Energieversorgers mit, derartige Arbeiten könnten aber wahrscheinlich innerhalb von rund vier Wochen abgeschlossen werden.
Die Mobilfunkverbindung wird durch den Mast jedoch nicht verbessert. Es sei nicht möglich, Mobilfunkanbieter mit auf den Mast zu nehmen, da die Statik des Turms von vornherein für eine solche zusätzliche Nutzung angelegt sein müsste, erklärte Janzen.
HarzKurier: 14. Juni 2012 |
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