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Freddy Luttje und Daniëlle van Opdorp übernehmen die Oderbrücke
„Een warm welkom op de camping“


Freddy Luttje und Daniëlle van Opdorp mit Holger und Barbara Walthes (von links). Foto: Mark Härtl
Von Florian Renneberg
HATTORF. Morgen steht auf dem Campingplatz Oderbrücke eine Schlüsselübergabe der besonderen Art an: Nach 36 Jahren in Familienbesitz übergeben Holger Walthes und seine Frau Barbara den Naturcampingplatz und die Landgaststätte an ihre niederländischen Nachfolger Daniëlle van Opdorp und Freddy Luttje.

Zu diesem Anlass verabschiedet sich das Wirtsehepaar mit einer kleinen Feier von Dauercampern und Gästen. Die haben dann auch erstmals die Gelegenheit, die neuen holländischen Snacks zu probieren, denn ab 1. Juli ist die Oderbrücke in niederländischen Händen. Holländische Kroketten und Frikandel gehören künftig genauso zum Repertoire wie die bei Holland-Urlaubern beliebten Pommes Frites in der Papiertüte. Aber auch die Schnitzel bleiben auf der Karte, betonen Daniëlle und Freddy, schließlich wollen sie keinen Aufstand der deutschen Gäste riskieren.
Das Paar aus Groningen war im vergangenen November erstmals in Hattorf, um sich den Betrieb anzuschauen, seit dem Frühjahr ist die Übernahme in trockenen Tüchern. Um die Wohnung zu renovieren und in den Ablauf des Betriebs hineinzuschnuppern, sind die beiden seit dem 16. Juni vor Ort.
Daniëlle betrieb in den Niederladen eine eigene Sportschule, Freddy war 30 Jahre lang als Schweißermeister tätig. Als die beiden beschlossen, sich beruflich neu zu orientieren, fiel ihr Augenmerk auf den Hattorfer Campingplatz. Von ihrer neuen Wirkungsstätte sind die beiden begeistert. „Der Harz ist wunderschön – in Holland allerdings viel zu wenig bekannt“, sagt Freddy. Das soll sich nun ändern.
Ursprünglich wollte das Paar die Oderbrücke erst im September übernehmen, wenn die Hauptsaison langsam ausläuft, aber Daniëlle hat auf den früheren Start gedrängt, wie Freddy verrät. Damit sei auch klar, wer der Chef im Hause van Opdorp/Luttje ist, ergänzt er lachend. „Zumindest in dieser Beziehung ändert sich also nichts an der Oderbrücke“, so Holger Walthes trockenes Fazit.
Bei ihm kommt nach 36 Jahren natürlich Wehmut auf. Er hat den Platz und die Gaststätte 1992 von seinen Eltern übernommen, die den Betrieb ihrerseits seit 1976 geführt hatten. In dieser Zeit hat Familie Walthes die Campingfläche von rund 3 000 auf etwa 25 000 Quadratmeter erhöht, indem sie das mit Gestrüpp und Brennnesseln übersäte Gelände in mühevoller Handarbeit kultiviert hat. Über die Jahre kamen unter anderem Strom- und Wasserleitungen, eine biologische Kläranlage und ein Minigolfplatz hinzu. 80 Stellplätze stehen den Urlaubern mittlerweile zur Verfügung.
Für Walthes gilt jedoch: „Wenn ich etwas abgebe, dann auch richtig.“ Zwar stehe er den neuen Besitzern gerne mit Rat und Tat zur Seite – ein Angebot, auf das sie in der Anfangszeit gerne zurückgreifen wollen – ungefragt kritisieren wolle er jedoch nicht. „Ein bisschen frischer Wind ist nach 36 Jahren schließlich durchaus positiv“, ist er sicher.
Die neuen Besitzer fahren heute noch einmal in die alte Heimat, um sich von Familie und Freunden zu verabschieden. Zur morgigen Feier wollen sie jedoch pünktlich zurück sein. „So weit ist es gar nicht“, sagt Freddy. Rund dreieinhalb Stunden fahre man von Groningen nach Hattorf. Beste Voraussetzungen für reichlich Besuch aus der Heimat. Genug Platz haben die beiden ja.

HarzKurier: 29. Juni 2012
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Rudi aus Wulften schrieb:
29.06.2012, 17:54
Frage
Können die denn auch Deutsch oder müssen wir jetzt Holländisch lernen?
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F. Berger aus Bad sachsa schrieb:
30.06.2012, 8:22
unfair und dumm!
Hey Rudi, was soll der Kommentar? Sind Sie froh dass es Leute gibt die so etwas übernehmen. Also, etwas mehr Toleranz, bitte
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Rudi aus Wulften schrieb:
30.06.2012, 10:34
Re: Frage
Was soll das? Ich bin sehr tolerant! Aber ich spreche nunmal kein Holländisch. Haben Sie vielleicht die Überschrift nicht gelesen? "Een warm welkom op de camping" - das deutet für mich darauf hin, dass die neuen Wirte nur Holländisch können. und deshalb meine Frage
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Redakteur HarzKurier aus Osterode schrieb:
02.07.2012, 10:48
Re: Frage
Hallo Rudi, die beiden neuen Besitzer sprechen deutsch. Von daher sollte es bei der Verständigung keinerlei Probleme geben. Beste Grüße aus der Redaktion!
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van de Hellern, Rudi aus Rotterdam schrieb:
02.07.2012, 21:23
Re: Frage
Was seid ihr im Harz bloss für Bedenker. Statt zu freuen, dass wir Nederlander den Harz wieder erkennen, tragt ihr Sorgen. Manchmal is es doch schwer zu verstehen: Wollt ihr arm bleiebn - oder Gaeste kriegen?
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Herbert Miche aus Walkenried schrieb:
03.07.2012, 23:21
Re: Frage
Holländer, Niederländer, pp. sind herzlich willkommen. Ich habe schon sehr viele getroffen, ich mag sie einfach. Alle negativen Kommentare sind völlig daneben!
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F. Berger aus Bad Sachsa schrieb:
04.07.2012, 10:30
Re: Frage
Wie kommen Sie den darauf dass die Leute im Harz arm sind? Daran sieht man, dass es Vorurteile von Jedermann gibt.
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