Mitglieder des Bauausschusses besuchten Spielplätze
Bänke und Farbe fehlen, Holz morsch
 Bauausschussvorsitzender Klaus-Peter Münch am Kletterturm auf der „Augenquelle“: Die morschen Stellen besonders an der Hängebrücke sind nicht zu übersehen. Foto: Kirsten Buchwald on Kirsten Buchwald
BAD LAUTERBERG. Wenn es um die Spielplätze im Stadtgebiet geht, herrscht parteiübergreifende Einigkeit: es muss etwas getan werden. Deshalb trafen sich am Montagnachmittag drei Mitglieder des Bauausschusses mit ihrem Vorsitzenden, um vier Spielplätze genauer zu prüfen.
Erste Station für Klaus-Peter Münch (CDU), Eike Röger (BI), Bianka Giaquinto (Grüne) und Uwe Strutzberg (SPD) war die Wiese hinter dem Springbrunnen im kleinen Kurpark. Klaus-Peter Münch hatte sofort eine Idee: „Hier müssen drei oder vier Schaukeltiere her, dafür müssen wir Sponsoren suchen.“ Auf die lange Bank schieben will er das Aufbauen der neuen Spielmöglichkeiten nicht. „Ende August muss das stehen.“ Der Platz sei ideal, denn er liege weg von der Straße.
Auf dem Spielplatz am Minigolfplatz im Kurpark fanden die Vier morsche Geräte vor. So schauen rostige Nägel aus der hölzernen Wackelbrücke und es gibt scharfkantige Ecken. Auch der Sandkasten bekam Kritik. „Der ist viel zu klein. Wenn drei Kinder drin sitzen, dann haben die keinen Platz zum Buddeln,“ so Bianka Guiaquinto. Auch das Schaukelgerüst aus Holz könne gestrichen werden. Außerdem fehlen Bänke und Guiaquinto schlug vor, die Bäume regelmäßig zu kontrollieren. „Ich verstehe das nicht: Der Bauhof kontrolliert die Spielplätze auf Sicherheitsmängel?“ warf Eike Röger ein. „Generell gilt: Wir müssten die Spielplätze aufmotzen, wie das in Osterhagen geschehen ist.“ Dritter Halt für die Ausschussmitglieder war der Abenteuerspielplatz Augenquelle, der, da war man sich einig, diese Bezeichnung kaum verdient. Das einzige Spielgerät neben zwei Schaukeln ist der doppelte hölzerne Kletterturm, der an vielen Stellen brüchig ist. Auch die Rutsche ist auf der falschen Seite installiert. „Die Eltern haben ihre Kinder nicht im Blick.“ Trostlos fanden die Ausschussmitglieder den Spielplatz in der Grubenstraße, der von ehemaligen Schülern der Muschinsky-Klinik erbaut wurde. „Der Platz gibt gar nichts her, das ist traurig,“ befand Klaus-Peter Münch.
Bianka Guiaquinto hatte sich bereits im Vorfeld unter Grundschülern umgehört und erfahren, dass auch sie noch die Spielplätze nutzen. „Die Jungs wollen natürlich Fußballtore, aber die Mädchen wünschen sich Reckstangen.“ Fazit der Ausschussmitglieder: Auf allen Spielplätzen fehlt Farbe, es fehlen weiterhin Bänke und morsche Holzteile müssen ersetzt werden.
Spielplatzpaten:
Bianka Guiaquinto erneuert in diesem Zusammenhang den Aufruf für die Spielplatzpaten, die die Spielplätze beobachten und Mängel der Stadt melden können. „Es geht nicht darum, direkt selber tätig zu werden.“ Interessierte Eltern können sich bei Bianka Guiaquinto, Tel. 05524/999300 melden.
HarzKurier: 04. Juli 2012 |
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