Bauunternehmen sollen Bagger mit Rußfiltern nachrüsten
Dieselruß vom Bagger erhöht das Krebsrisiko
KREIS OSTERODE. Die „Dieselrösser vom Bau“ sollen weniger Dreck rauspusten: Egal ob Bagger, Radlader oder Walzen – Baumaschinen sollen sauberer werden. Die IG BAU Niedersachsen-Süd fordert, Rußfilter zur Pflicht zu machen.
An die Bauunternehmen im Kreis Osterode appelliert die Gewerkschaft, ihre Maschinen schon jetzt freiwillig mit Partikelfiltern nachzurüsten. Dies würde den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz verbessern.
„Bauarbeiter stehen ständig im Dieselabgas-Dunst. Sie haben keine andere Chance. Sie müssen den Dieselruß, den Baumaschinen aus dem Auspuff pusten, einatmen“, sagt Friedrich Falk. Für den Vorsitzenden des IG BAU-Bezirksverbands Niedersachsen-Süd ist dies „ein unhaltbarer Zustand“. Dieselruß sei besonders gesundheitsgefährdend. „Das Krebsrisiko ist enorm. Für Beschäftigte auf Baustellen ist es doppelt so hoch wie für die durchschnittliche Bevölkerung“, so Falk. Anders als beim fahrenden Verkehr stünden Baumaschinen meistens längere Zeit am gleichen Ort. Dies führe dort zu einer hohen Konzentration von Rußpartikeln. Auch Anwohner einer Baustelle seien hiervon betroffen.
Die IG BAU spricht sich dafür aus, bei Ausschreibungen öffentlicher Aufträge im Kreis Osterode die Filterpflicht konsequent vorzuschreiben. Berlin und Frankfurt gingen hier bereits mit gutem Beispiel voran. Immerhin hätten Studien nachgewiesen, dass in deutschen Städten der Dieselrußausstoß durch Baumaschinen höher sei als durch Fahrzeuge im Straßenverkehr. red
HarzKurier: 12. Juli 2012 |