Empfang der Kirchengemeinde Eisdorf
Pfarrstelle bleibt zunächst drei Jahre erhalten
Eisdorf (sab). Mit einem Gottesdienst in der St.
Georg-Kirche begann der Jahresempfang der
Evangelischen Kirche. Mit dem Rückblick auf das
Kirchenjahr 2005, der Mitgliederversammlung des
Vereins „Die Kirche bleibt im Dorfe“ sowie einer
Kaffeetafel endete der Nachmittag.
Für den erkrankten Pastor Christian Kunze leitete
Superintendentin Ilse Lontke den gut besuchten
Gottesdienst. Sie war es auch, die anschließend im
ebenfalls voll besetzten Gemeindehaus über Aktuelles
aus dem dörflichen Kirchengeschehen berichtete. Das
Wichtigste hörten die Gemeindemitglieder gern: Die
Pfarrstelle Eisdorf/Willensen wird wieder besetzt, und
zwar zunächst für die Dauer von drei Probejahren. Die
Personalkosten werden mit 25 Prozent aus
Fördermitteln und zu 50 Prozent nach der so genannten
„60–er Regelung“ von der Landeskirche bestritten. Ob
und wie der Verein „Die Kirche bleibt im Dorfe“ beteiligt
werde, ließ sie offen.
Die Superintendentin sparte in ihren Grußworten nicht
mit Lob an die Eisdorfer, die die „Ärmel
hochgekrempelt haben“ und mit eigenen Mitteln für die
Erhaltung der Pfarrstelle vorbereitet sind. Nur der
Eisdorfer Förderverein mache es möglich, dass die
Pfarrstelle Eisdorf/Willensen auf Dauer erhalten bleibe,
betonte sie ausdrücklich. Als Gründe nannte sie:
„Weniger Einwohnerzahlen, weniger
Kirchgeldzahlungen“.
Eine Bilanz für 2005
Gruß- und Dankesworte waren auch von Bürgermeister
Herbert Lohrberg zu hören. Er dankte der
Kirchengemeinde und dem Verein „Die Kirche bleibt im
Dorfe“ ebenfalls für das ehrenamtliche Engagement
um den Erhalt der Pfarrstelle und somit der dörflichen
Gemeinschaft. Lohrberg machte auch Werbung für die
am 26. März stattfindenden Kirchenvorstandswahlen.
Im Hinblick auf die neue Pastorenstelle, die Bedeutung
des ev. Kindergartens und dem Bestand der
Willensener Kirche bat er um eine starke
Wahlbeteiligung.
Für den Kirchenvorstand und Pastor Christian Kunze
ließ Evelyn-Susan Giesecke das Kirchengeschehen
Revue passieren. 4550 Gottesdienstbesucher,
zusätzlich noch rund 1000 Gäste bei Eheschließungen,
Taufen und anderen Anlässe, somit rund 4600
Kirchgänger, wurden 2005 gezählt. Mit durchschnittlich
100 Personen in der Woche sei das schon recht
beachtlich, betonte sie. In Eisdorf gehören 1069 und in
Willensen 235 Personen der evangelischen Kirche an.
Als Eisdorfer „Aushängeschild“ habe sich die
Theatergruppe St. Georg entwickelt. Allein vier stets
ausverkaufte Musical-Aufführungen fanden in Eisdorf
statt. Als weitere Höhepunkte wurden der „Gottesdienst
unter den Eichen“ und im Pfarrgarten genannt.
Auch Aktuelles war zu hören: Am 31. März endet die
Amtszeit der Küsterin Frau Uhe. Ersatz ist bereits in
Aussicht. Die Leiterin des Kindergartens, Elke
Dräger-Wegener, beendet zum Ende des
Kindergartenjahres 2006 ihren Dienst. Auch hier wird
es Ersatz geben.
Pastor geht in Ruhestand
Der Tag „X“ naht, an dem Pastor Christian Kunze in den
Ruhestand tritt und Eisdorf verlässt. In
Eisdorf/Willensen werde das Licht nicht ausgehen. Die
Kirchengemeinde sei Dank des Fördervereins
gerüstet, die Pfarrstelle finanziell zu unterstützen. Auf
die am 6. Juni stattfindende Wanderung, ähnlich der
bekannten „Jacobs-Wanderung“, von Willensen über
Eisdorf nach Badenhausen, wurde hingewiesen.
Mit dem Jahreshauptversammlung des Vereins „die
Kirche bleibt im Dorfe“ wurde der Empfang fortgesetzt.
Darüber wird noch berichtet. |