Hauptversammlung der CDU Bad Lauterberg
Zweckgemeinschaft, keine Liebes-Ehe
bad lauterberg (dah). Auch im Jahr 2009 werde die CDU überall da Präsenz zeigen, so der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Peter Münch am vergangenen Freitag auf der Jahreshauptversammlung der Partei im „Hotel Brohm“, wo sie glaube, zum Wohle der Stadt und seiner Bürger eingreifen zu müssen.
bad lauterberg (dah). Auch im Jahr 2009 werde die CDU überall da Präsenz zeigen, so der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Peter Münch am vergangenen Freitag auf der Jahreshauptversammlung der Partei im „Hotel Brohm“, wo sie glaube, zum Wohle der Stadt und seiner Bürger eingreifen zu müssen.
„Aufgegriffen, da die Konkurrenz nicht schläft, werden auch die Probleme, die die Bewohner der Stadt und ihrer Ortsteile an die CDU herantragen“, so Münch. Fortgesetzt werden soll, wo es möglich ist, die Zusammenarbeit mit der SPD-Fraktion. Bei vielen Themen, auch nach interner Beratung der beiden Fraktionsvorsitzenden Horst Tichy (CDU) und Heinz Kalamorz (SPD), sei so nach der jüngsten Kommunalwahl ein Konsens mit der SPD gefunden worden.
„Dies“, so Münch weiter, „ist zwar keine Liebes-Ehe, sondern eine Zweckgemeinschaft, sie wird aber von beiden Parteien offen und fair behandelt.“ Die zeitweiligen öffentlichen „Schlammschlachten“, die dem Bürger außer Kopfschütteln nichts gebracht hätten, gehörten damit der Vergangenheit an. Offen für Ideen und Anregungen sei die CDU aber auch gegenüber anderen Fraktionen und Ratsmitgliedern, ausgenommen der rechtsextremen NPD, denn nicht alles, was von anderer Seite komme, sei automatisch schlecht.
„Hier“, so der Anfang letzten Jahres neu gewählte Parteivorsitzende, „müssen wir wahrscheinlich alle noch etwas umdenken. Nicht sein kann es jedoch, dass einzelne Ratsmitglieder fast jede Ratssitzung schwänzen und sich dann mit veröffentlichten Leserbriefen eine Plattform in der Presse schaffen. Ausgenommen ist hier ausdrücklich der durch Krankheit an den Rollstuhl gefesselte SPD-Fraktionsvorsitzende Heinz Kalamorz. Vielmehr sollten Leserbriefe mit Sorgen und Nöten von Bürgern von uns aufgegriffen werden, um den Bewohnern zu beweisen, dass wir für sie da sind, wenn sie uns brauchen.“ Einsetzen werde sich die CDU, damit in Bartolfelde nicht weiterhin Schüler und Bürger, die auf den Bus angewiesen sind, an drei von vier Haltestellen ungeschützt der Witterung ausgesetzt seien. Zudem stehe die CDU für den Erhalt der Grundschule Bartolfelde und werde den an allen Fronten kämpfenden Schülerförderverein unterstützen. In Bezug auf dieses Thema, so ergänzte Ratsherr Volker Hahn, hoffe er, dass die Verwaltung zu ihrem Wort stehe. Zudem plädiere er für die Aufstellung eines Schulentwicklungsplanes, um die Grundschulen ganzheitlich zu betrachten. „Nicht locker lassen und noch mehr Dampf machen“, so Volker Hahn, „müssen wir in Bezug auf die Einrichtung von offenen Ganztagsschulen, für die es offensichtlich in Bad Lauterberg, Barbis und Bartolfelde mehr Interesse gibt, als bisher gedacht.“ Bildung müsse qualitativ so weit nach vorn gebracht werden, dass es zwischen dem Bildungsangebot in der großen Grundschule in der Kernstadt und den Schulen der Stadtteile keinen Unterschied mehr gebe.
Über weitere Themen, die geplante Straßensanierung im Stadtgebiet sowie den vom Bürgermeister angeregten Umzug des Rathauses in das ehemalige städtische Altersheim, wird der „Harz Kurier“ gesondert berichten. |
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